2.1 Folge Save-money-Krimi: Zimmer mit Blick auf See

Jack Money, Student und Privatdetektiv gönnt sich nach einer intensiven Arbeitsphase endlich ein paar Tage Ruhe in Ascona. Doch der Frieden währt von kurzer Dauer.

Die ersten Sonnenstrahlen wärmten sanft sein Gesicht. Erfüllt von Ruhe und Entspannung sass Jack in einem bequemen Gartensessel und  ass genüsslich einige Stückchen Papaya, die er kurz zuvor in seinem Hotelzimmer geschält hatte. Er genoss die Aussicht. Nicht der Wecker, sondern seine innere Uhr hatte ihn zu dieser frühen Stunde aus dem Schlaf gerüttelt. Zu dieser Tageszeit war in unserem Sonnenkanton, noch nicht die Rede von Emsigkeit. Das Dorf lag in tiefem Frieden und Jack konnte von seinem Balkon aus die Schwäne beobachten, wie sie auf der glatten Seeoberfläche dahinglitten.

Er konnte sein Glück kaum fassen, ganze drei Tage, an denen er sich weder mit Leichen, noch mit Mördern die Zeit vertreiben musste. Er sass einfach nur da genoss die Stille des Morgens, ass seine Papaya und freute sich über das schlichte Wunder des Daseins!

Dieses Zimmer mit Blick auf See hatte er bloss durch reinen Zufall erhalten. Eigentlich hatte er ein kleines Zimmerchen in einem billigen Hotel gebucht, etwas mehr Landeinwärts, aber eben dieses Zimmer war doppelt verbucht worden und bei seiner Ankunft schon besetzt gewesen. Der Hotelier, untröstlich, hatte ihm sofort einen gebührenden Ersatz gesucht und ihn kurzerhand hier untergebracht, selbstverständlich ohne Mehrkostenaufwand. Jack hatte sich nicht zweimal bitten lassen und sass nun auf seinem Balkon und genoss die Stille.

Kaum hatte sich Jack jedoch so richtig gemütlich eingerichtet, trieb ihn ein dringliches Bedürfnis zurück ins Zimmer. Er zog den schweren Vorhang zurück und trat ein. Der plötzliche Luftzug, zog die Balkontür hinter Jack mit einem Knall zurück ins Schloss. Dieser erschrak, er wunderte sich woher der Luftstrom wohl gekommen war, hatte er doch ausser der Balkontür nichts offen gelassen. Erst als ein erschrockenes Zimmermädchen den Kopf durch die Tür steckte, entdeckte er,  dass seine Zimmertür offenbar offen stand. Das Zimmermädchen starrte Jack an, dann an ihm vorbei in die Ecke zu seiner Linken. Dort verharrte ihr Blick einen kurzen Moment, bevor sie kreidebleich geworden einen Schrei ausstiess und wie von der Tarantel gestochen den Korridor hinunter verschwand. Verdattert wandte sich Jack um. Seine Augen ruhten in derselben Ecke, wie die des Zimmermädchens von vorhin.

Jack sah seinen Urlaub dahinschwinden, wie die letzten kläglichen Schatten der Nacht.

Kaum in den Ferien angekommen, verstrickt sich Jack schon wieder in Schwierigkeiten, was denkst du, was hat dem Zimmermädchen wohl einen solchen Schreck eingejagt? Schreibe deine Meinung unten in die Kommentare!




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