Was bisher geschah:
1.Folge Save-Money Krimi: Treffpunkt Bürkliplatz
Jack Money, 26 Jahre alt, Student und Privatdetektiv, findet seinen Klienten Herr Schwarzer (Inhaber von Schwarzer und schwarzer Druckpatronen AG) tot auf und kann sich nur mit einem Sprung ins Wasser, vor einem bedrohlichen Schatten retten.
Der Stoff seines Mantels füllte sich unweigerlich mit Wasser, genauso wie sein Mund, den er um Luft ringend, kurz öffnete. Ein dumpfer Schlag auf seinen Hinterkopf vervollständigte das Unbehagen. Die Kleidung wurde schwer und schwerer und zog ihn unweigerlich abwärts. Verzweifelt versuchte sich Jack zu orientieren. Er öffnete die Augen, ein leichter Lichtschimmer verriet die Richtung. Mit aller Kraft paddelte er dem Licht entgegen, seine Lungen drohten zu zerplatzen. So hatte er sich zuletzt gefühlt, als er damals mit seinem Nachbarsbub gewettet hatte, wer wohl länger den Kopf in ein mit Wasser gefülltes Becken stecken konnte. Er hatte damals schon kläglich verloren.
Endlich die langersehnte Wasseroberfläche, er hustete Wasser und sog die frische kühle Luft ein. Mit einer Hand versuchte er an der glitschigen Betonmauer Halt zu bekommen. Er bekam eine schwere Schiffskette zu fassen und klammerte sich fest. Jack verfluchte seine Instinkte, er hasste Nässe, besonders unter diesen Umständen.
Leider fand sich in unmittelbarer Nähe keine Ausstiegsmöglichkeit und ausserdem hatte er nicht die geringste Lust, dem Urheber des Schattens von vorher zu begegnen. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als die zwei vor Anker liegenden, grossen Schiffe zu um schwimmen bis er eine Leiter entdeckte, an der er sich endlich wieder aufs sichere Land hochziehen konnte. Das Wasser war noch nie sein Element gewesen schon gar nicht nachts, geschweige denn mit einem schweren Regenmantel.
Es regnete noch immer und Jack musste feststellen, dass er eigentlich nicht besonders viel nässer geworden, als er zuvor schon gewesen war. Er strich sich sein Haar aus der Stirn und schlich zum Platz zurück, an dem er Schwarzers Leiche gesehen hatte. Doch da war nichts als der Regen und die Dunkelheit. Er versuchte sich nochmals genau zu erinnern, wo er ausgerutscht war. Eine kleine Menge von Schwarzers Blut war noch da und ganz in der Ecke fand er ein Blatt Papier, völlig durchnässt. Das Papier nahm er an sich, dann verliess er hastig den Ort des Geschehens. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass der letzte Zug bereits abgefahren war. Jack spuckte auf den Boden und machte sich auf zum Büro seines Vorgesetzten.
Eine kleine Zweizimmerwohnung im Zürcher Niederdörfli, genau genommen an der Predigergasse 7, bot der Privatdetektei Karthäuser und Partner einen sicheren Unterschlupf. Schon öfters hatte sich Jack gewundert, wie sich Karthäuser dieses Juwel hatte angeln können. Doch es war nicht das erste Mal, das Jack dafür unglaublich dankbar war.
Endlich konnte er sich seiner durchnässten Kleidung entledigen. Ausser einem frischen Paar Socken, fand er sogar noch Ersatzkleidung in seinem Büroschrank. Sein Notizbuch war nass, genauso wie sein Handy, sein Portemonnaie und sein blondes Haar. Er hatte Schwarzer noch nie leiden können, geschweige denn tot. Jack schauderte ab der blossen Erinnerung. Vorsichtig faltete er das Papier auseinander, das er am Tatort gefunden hatte. Die Tinte war an vielen Stellen unleserlich geworden, einige Wortfetzen konnte Jack noch entziffern. Der Text war in Tabellenformat angelegt worden. Links waren einige Kriterien aufgelistet, rechts einige Zahlen: Water, tetraethylene glycol , alkyldiol ethoxylate , pigment . Jack erkannte, dass es sich hier um Inhaltstoffe handeln musste mit ihren zugehörigen Prozentangaben. Er legte das Blatt zur Seite und machte sich daran, seine Sachen zum Trocknen aufzuhängen.
Am anderen Morgen erwachte er früh. Sein Kopf dröhnte, alle Knochen taten ihm weh und er fror. Er hatte die Nacht unter seinem Bürotisch verbracht, lediglich zugedeckt mit einem alten Mantel seines Vorgesetzten. Die Erinnerung kam schnell und Jack sprang auf. Seine nackten Füsse fühlten sich eisiger an, als die Büchse Migros- Budget“- Energiedrink, die er noch im Kühlschrank fand.
Die letzten zwei Wochen hatte Jack immer wieder bei Schwarzer und Schwarzer Druckpatronen AG gearbeitet. Schwarzer selbst hatte ihm als Deckung einen Job als Webdesigner beschafft, um ihm unauffällig Zugang zu allen Dienststellen zu gewähren. Sein offizieller Auftrag war es, für die Firma eine Web- Seite zu erstellen, um die Druckpatronen auch online zu vermarkten.
Wieder einmal machte sich Jack auf den Weg zur Schwarzer und Schwarzer Druckpatronen AG, dabei vergass er nicht, das Papier, das er gestern gefunden hatte in seine Hosentasche zu stecken. Er hatte einen leisen Verdacht.
Was meinst du? Was hat Jack gewittert? Was genau steht auf dem Papier, das Jack gefunden hat? Wo ist Schwarzers Leiche jetzt?
Schreibe deine Ideen, ich freue mich darauf!!
Alle Folgen:
- 1. Folge: Treffpunkt Bürkliplatz
- 2. Folge: Leiche auf der Flucht
- 3. Folge: Kalte Füsse
- 4. Folge: One way ticket
- 5. Folge: Gefunden
- 6. Folge: Verdächtig
- 7.Folge: Scherben






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